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Gemeinde mit Weitsicht
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Finanzplanung mit Weitsicht


Für den Gemeinderat ist das Gleichgewicht des Finanzhaushaltes ein erklärtes Ziel.

Die Erfolgsrechnung 2020 erreicht die "schwarze Null" trotz der Covi-19 Pandemie. Es muss angenommen werden, dass sich weitere Auswirkungen in den Folgejahren zeigen werden. Für 2021 orientiert man sich optimistischerweise an den Zahlen eines Durch- schnittsjahres, muss aber an den neuralgischen Punkten Korrekturen vornehmen. So dürften die Steuern früherer Jahre (Steuerjahr 2020) moderater ausfallen und zudem ein geringerer Ressourcenausgleich resultierten.

Für die Jahre 2022 bis 2024 sind die Parameter 2021 der Aufwände fortgeführt worden, was zu wenig Schwankungen im Aufwand führt. Einzig die ambitionierten Investitionsprojekte lassen die Abschreibungen von knapp CHF 1,4 Mio. auf über CHF 1,9 Mio. ansteigen. Über die Planungsdauer wird mit einer langsamen Erholung der Steuererträge gerechnet, sodass Ende der Planungsperiode in etwa das Niveau von 2019 wieder erreicht wird. Kantonsbeiträge für die Zusatzleistungen und das Strassennetz sorgen ab 2022 für positive Abschlüsse. Der Steuerfuss verbleibt für die gesamte Planungszeit auf 107%.

Für das Jahr 2021 wären gemäss letztjährigem Finanzplan CHF 6 Mio. für Projekte im Verwaltungsvermögen eingestellt gewesen. Da derzeit unsicher ist, wie viele Mittel vom Kanton fliessen werden, sind diese Investitionen auf CHF 4,5 Mio. reduziert worden. Die Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen belaufen sich in den Planjahren 2021 – 2024 dennoch auf stattliche CHF 18,4 Mio. Erwähnenswert dabei sind die Instandstellung der Turnhalle Drei Linden mit CHF 1 Mio. (2021/2022), die Erweiterung des Nahwärmenetzes mit CHF 1,7 Mio. (2021/2024), die Sanierung und Erweiterung des alten Schwimmbadgebäudes mit CHF 1,8 Mio. (2022/2023) oder der anstehende Neubau des Reservoir Oberhueb mit CHF 950'000 (2021/2022). Die Veräusserung der Liegenschaft Zürichstrasse 12 verschiebt sich von diesem in das nächste Jahr.

Aufgrund der vergangenen positiven Rechnungsabschlüsse wurde der Steuerfuss per 2020 auf 107% gesenkt. Von weiteren Senkungen sah der Gemeinderat ab, um Reserven für die geplanten Investitionen bilden zu können. Die hohen Investitionen lassen sich in der Planungsperiode nicht durch den Cash-Flow decken. Trotzdem wird am Steuerfuss von 107% festgehalten. Dies zum einen, um der Bevölkerung Konstanz und Zuversicht zu vermitteln, zum anderen erscheint es verfrüht, ohne den Rechnungsabschluss 2020 bereits Korrekturen am Steuerfuss anzubringen.

Grundsätzlich verschlechtern sich die Kennzahlen, namentlich das Nettovermögen sinkt durch die Investitionsausgaben und muss im Auge behalten werden. Dass die Selbstfinanzierung unter der Norm liegt, lässt sich ebenfalls als logische Folge der hohen Investitionen erklären. Inwiefern Covid-19 diese Situation zusätzlich verschärft, ist laufend zu überwachen. Rein rechnerisch müssten bis 2024 weitere CHF 11 Mio. an Fremdmitteln aufge-nommen werden. Vor jeder Mittelaufnahme sind daher die Fragen der Dringlichkeit und zeitlichen Durchführbarkeit der Projekte zu beantworten. Der Bilanzüberschuss verbleibt stabil auf rund CHF 32,8 Mio.

 
Finanz-_und_Aufgabenplan_2021-2024.pdf (1310.9 kB)