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Gemeinde mit Weitsicht
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Finanzplanung mit Weitsicht


Für den Gemeinderat ist das Gleichgewicht des Finanzhaushaltes ein erklärtes Ziel. Bei der Deklaration der Legislatur-Leitsätze hält der Gemeinderat fest, dass der Steuerfuss der Einheitsgemeinde bis ins Jahr 2018 115 % nicht übersteigen darf.

Im Finanzplan 2017 – 2020 wird die Entwicklung der Finanzen anhand der Aufgaben der Gemeinde Neften-bach aufgezeigt. Er ist ein Instrument der Behörden zur mittelfristigen Planung. Als Basis dient der Voran-schlag 2017. Die Finanzplanung dient den Behörden (Gemeinderat, Schulpflege, Sozialbehörde) primär als Führungsinstrument. Der Finanzplan ist kein Mehrjahresbudget. Ihm kommt im Gegensatz zum Voranschlag keine verpflichtende oder ermächtigende Wirkung zu. Er soll lediglich zeigen, wie sich der Gemeindehaushalt entwickeln könnte. Nicht die Genauigkeit des Finanzplans ist am wichtigsten, sondern der Prozess, der zum Finanzplanergebnis führt. In der Erarbeitung werden die Leitbildziele und Werterhaltungsprognosen berück-sichtigt. Der Finanzplan wird jährlich überprüft und den aktuellen Werten angepasst.
Der Finanzplan 2017 – 2020 wurde durch die Finanzverwaltung erstellt und nach mehreren Besprechungen mit dem Gemeinderat von diesem am 20. September 2016 verabschiedet. Der Fi-nanzplan 2017 - 2020 ist geprägt von Investitionsprojekten für die Tagesstrukturen der Schule, den Wohnraum für Asylsuchende, sowie den Ausbau des Alters- und Pflegeheims in Seuzach (Zweckverband). Die restlichen Investitionen sind auf ein Minimum reduziert worden. Im Durchschnitt liegt die jährliche Nettoinvestiti-onssumme liegt bei CHF 3,5 Mio. pro Jahr.
Mit einer erneuten Erhöhung des Steuerfusses für das Jahr 2017 um 4% auf 111% und einem Landverkauf an der Wartgutstrasse sollen die Erfolgsrechnungen ausgeglichen werden. Allerdings sind in den Abschlüssen rund CHF 1,8 Mio. Buchgewinne enthalten. Der durchschnittliche Cash-Flow der Gemeinde von CHF 2,15 Mio. pro Jahr reicht jedoch nicht aus, um alle Projekte selber zu finanzieren. Der Bestand an flüssigen Mitteln nimmt des-halb während der Planungsperiode um CHF 4,3 Mio. ab. Es findet eine weitere Verschuldung statt.
Die Erfolgsrechnung ist knapp bemessen und auf die notwendigsten Ausgaben reduziert worden. In den Bereichen Bildung und Gesundheit sind jährliche Kostensteigerung auszumachen, welche durch äussere Faktoren bestimmt werden. So erhöhen die zunehmenden Schülerzahlen die Kosten für Lehrpersonal und Schulmaterial. Zudem fallen bei der Sonderschulung höhere Kosten für Massnahmen an. Die Anzahl pflegebedürftige Personen nimmt kontinuierlich zu und die zu tragenden Normkosten pro Pflegefall werden durch die kantonale Gesundheitsdirektion jährlich festgesetzt.
Das Eigenkapital steht Ende der Planungsperiode 2020 wieder auf dem Stand von 1.1.2016, bei CHF 22,7 Mio., was ein Nettovermögen von CHF 756.-/Einwohner bedeutet. Hier ist anzumerken, dass 2016 die Liegenschaften im Finanzvermögen im Zuge der Neubewertung nach oben korrigiert wurden. Inwiefern die Vermögenswerte bei der Einführung von HRM2 im Jahr 2019 aufgewertet werden müssen, ist zurzeit noch offen. Diese Offenlegung stiller Reserven darf jedoch nicht über den Mangel an flüssigen Mitteln hinweg täuschen.
Das Investitionsvolumen überschreitet die tragbare Höhe pro Jahr um CHF 1,35 Mio. Da die geplanten Investitionen zwingend ausgeführt werden müssen, kommt die Gemeinde in einen Finanzierungsnotstand und muss eine Neuverschuldung in Kauf nehmen. Erst in einer Phase ohne grössere Investitionen kann eine Erholung der Gemeindefinanzen stattfinden und die Verschuldung abgebaut werden. Eine solche Erholungsphase ist frühestens ab 2020 möglich. Daher muss in der Planungsperiode der Steuerfuss angepasst und auf Wunschbedarf verzichtet werden, unumgängliche Investitionen sind wo möglich zeitlich zu staffeln.


Sie können die jeweils aktuellste Version des Finanzplans im PDF-Format herunterladen. Das Planungsinstrument des Gemeinderats wird jährlich im Zuge des Budgetprozesses aktualisiert.
 
Finanzplanung 2016-2019 20160920_Finanzplan_2017_-_2020_Endversion.pdf (973.9 kB)