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Gemeinde mit Weitsicht
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Rücknahme soziale Dienste von Seuzach / Kündigung des Vertrags mit der AOZ

Vor drei Jahren verzeichneten wir einen Rückgang auf 30 Sozialfälle. Wegen häufigem Personalwechsel in den Jahren zuvor mussten wir immer wieder eine Springerin einsetzen.

Nach sorgfältigem Abwägen aller Faktoren entschlossen wir uns das Sozialamt auf den 1. Mai 2016 an die Gemeindeverwaltung Seuzach auslagern. Ausschlaggebende Faktoren waren von der Kompetenz eines grösseren Zentrums zu profitieren und uns nicht mehr um Personalfragen, Weiterbildung usw. kümmern zu müssen. Die Asylsuchenden wurden durch die AOZ betreut, ab Sommer 2018 auch die Flüchtlinge auf Grund einer Gesetzesänderung.

Was hat sich seit der Auslagerung vor 3 Jahren geändert:

Unglaubliche Zunahme der Anträge, zum Teil hatten wir bis zu 70 Fälle. Zudem wurden viele Gesuche mit unvollständigen Unterlagen eingereicht, welche das Sozialamt stark belasteten. Wir hatten auch sehr viele Zu- und Wegzüge von Sozialhilebezügern innert kürzester Zeit. Wir stellten fest, dass Vermieter kaum Einkommens- und Betreibungsverhältnisse prüften, in der Hoffnung das Sozialamt zahle ja sowieso. Nervenaufreibend wird es dann, wenn die Gemeinde eingreifen muss um eine Wohnung überhaupt bewohnbar zu machen und anschliessend vor Gericht um das Geld streiten muss.

Hinzu kamen in letzter Zeit vermehrt Fälle der persönlichen Hilfe gemäss Sozialhilfegesetz. Dabei handelt es sich um Personen welche keine wirtschaftliche Sozialhilfe benötigen, aber nicht alleine klarkommen. Diese Veränderungen haben dazu geführt, dass die Gemeinderäte von Seuzach und von Neftenbach beschlossen, den Vertrag nicht mehr zu verlängern.

Neftenbach wollte aber nicht mehr in die Situation von früher geraten, wo man von einer Person auf dem Sozialamt abhängig war. Deshalb wurde auch der Vertrag mit der AOZ gekündigt und wir betreuen ab dem nächsten Jahr die Flüchtlinge wieder durch unser Sozialamt.

Insgesamt sprechen wir von etwa 60 Sozialfällen (dies sind mehr als 100 Personen) und etwa 45 Personen im Bereich Asyl/Flüchtlinge. Diese Zahlen erlauben uns 2 Sozialsekretäre oder Sekretärinnen anzustellen. Zudem planen wir ein Sekretariat welches die Fachpersonen tatkräftig unterstützt und erste Anlaufstelle darstellt. Weiter wird auch Mehrarbeit in der Finanzabteilung erwartet. Insgesamt planen wir 220 Stellenprozente. Um Platz für die neuen Arbeitsplätze und ein Besprechungszimmer zu schaffen bauen wir den ersten Stock des Gemeindehauses entsprechend um.

Wir streben an, in Zukunft Sozialfälle und Leute aus dem Bereich Asyl möglichst einheitlich zu betreuen. Ziel ist, die Leute entsprechend ihren Fähigkeiten zu fördern und die Grundlage zu schaffen, damit sie von der Sozialhilfe abgelöst werden können. Bei Fällen in welchen dies nicht möglich ist, möchten wir niederschwellige Arbeitsangebote anbieten um sie psychisch zu stärken.

Wir erwarten mit der neuen Ausrichtung einen Mehrwert für die Gemeinde zu generieren ohne die Kosten zu erhöhen.

 

Gemeinderat Ressort Gesellschaft, Urs Wuffli

 

 



Datum der Neuigkeit 3. Juni 2019