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23.01.2018 22:42:44



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c) Zürich im Aufwind

1500 - 1798

Zu Anfang des 16. Jahrhunderts teilten sich Frischhans von Breitenlandenberg und die Klarissen des Klosters Paradies am Rhein in die Herrschaft Neftenbach. Nach dem Tod des Ritters Frischhans fiel dessen Anteil an Wolf von Breitenlandenberg. Er nahm Wohnsitz im Herrenhaus; damit liess sich erstmals in der Geschichte ein Gerichtsherr in Neftenbach nieder.

Doch schon 1524 machte ihm die Unrast der Reformation zu schaffen. In Basel, wo er damals durch Erbhändel festgehalten wurde, erreichte ihn die Nachricht seines Schaffners, dass seine Neftenbacher ihrem Unmut durch aufwieglerische Reden Luft verschafften und die Zehntenabgabe verweigerten. In seiner Bedrängnis bat der Landenberger die Zürcher Obrigkeit, dahin zu wirken, dass er «by dem Sinen bliben möge». Als Altgläubiger hatte er aber bald einmal den steifen Wind der Reformation satt; er verkaufte 1540 Herrschaft und Herrenhaus an Zürich.

Das Herrenhaus samt Rebberg (heute Stadtreben) und Trotte befand sich um 1600 im Besitz des Zürcher Bürgermeisters Leonhard Holzhalb. Wie ein Grossist belieferte er die Zürcher Verwaltung und die Zunftstuben mit vorzüglichem Neftenbacher. Er förderte eine weitgespannte Bündnispolitik und offerierte den Ambassadoren Wein aus eigener Kelterung. Unversehens kam dadurch der Neftenbacher zu grossem Ansehen.

Zwar war der Weinbau schon seit der Zeit des Klosters Reichenau in Neftenbach heimisch; aber erst der Zürcher Bürgermeister lancierte den Neftenbacher und machte ihn berühmt.

Während Holzhalbs Amtszeit, im Jahre 1611, kaufte Zürich vom Kloster Paradies auch die andere Hälfte der Herrschaft Neftenbach.

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